Die Hl. Theresia von Lisieux (auch Hl. Theresia vom Kinde Jesu) kam am 2. Januar 1873 in Alencon, Normandie, als Tochter von Zélie, die ein erfolgreiches Unternehmen zur Herstellung von Spitzen führte, und von Louis Martin zur Welt. Nach dem Tod der Mutter im Jahre 1877 zog die Familie nach Lisieux, wo sich auch ein Karmelitinnenkloster befand. In dieses traten zunächst zwei Schwestern von Theresia ein, bis sie 1888 als 15-jährige selber den Ordensweg beschreiten konnte.

Ihr Leben im Kloster war durch Krankheiten, Glaubenskrisen und Depressionen geprägt. Trost suchte sie in der Verehrung des Jesuskindes. Ihre kindliche Hingabe zu Gott bezeichnete sie selber als «kleinen Weg».

Im Alter von 24 Jahren, am 30. September 1897, erlag sie einer Lungentuberkulose. Ihre Lebenserinnerungen wurden ein Jahr danach unter dem Titel «Geschichte einer Seele» veröffentlicht. Bereits am 17. Mai 1925 sprach Papst Pius XI. sie heilig.